Prof. Karl Ferdinand Braun
* 6. Juni 1850   +   20. April 1918

 

6. Juni 1850 : Geburt F. Braun in Fulda

1856 - 1868 : Schulzeit in Fulda

1868 - 1870 : Studium in Marburg und Berlin

1870 - 1874 : Assistent in Berlin und Würzburg bei Prof. H.G.Quinke

23. März 1872 : Promotion zum Doktor der Philosophie,
"Über den Einfluß von Steifigkeit, Befestigung und Amplitude auf die Schwingungen von Saiten."

1870 - 1874 : Untersuchungen von Saitenschwingungen und der elektrolytischen Stromleitung

1872 - 1874 : Literarische Mitarbeit an den "Fliegenden Blättern"

1876 - 1877 : Lehrer am Leipziger Thomas Gymnasium

23. Nov. 1874 : Veröffentlichung der Entdeckung des Gleichrichter-Effekts an der Übergangsschicht von Halbleitern und bestimmten Kristallen

1875 : Buch, "Der junge Mathematiker und Naturforscher"

1877 - 1879 : Außerordentlicher Professor in Marburg

1878 : Widerlegung der Thomson-Helmholzschen Theorie der Berechnung der elektromotorischen Kraft

1880 - 1882 : Außerordentlicher Professor in Straßburg

1883 : Abschluß der Untersuchungen des Gleichrichter Effekts an Halbleitermaterialien

1883 - 1885 : Ordentlicher Professor in Karlsruhe

1883 - 1885 : Physik der hohen Temperaturen, Untersuchungen über Thermoelastizität

1884 : Elektisches Pyrometer

23. Mai 1885 : Heirat mit Amélie Bühler aus Lahr / Schwarzwald

1885 - 1895 : Ordentlicher Professor in Tübingen

1885 - 1889 : Planung und Bau den Tübinger Physikalischen Instituts

1885 - 1887 : Löslichkeits- und Kompressibilitätsuntersuchungen

1887 : Le Chatelier - Braun-Prinzip; Braunsches Elektrometer

1888 : Gespräch mit Heinrich Hertz; "Deformationsströme"

1890 : Tiefbohrung bei Sülz / Neckar

1890 : Elektrostenolyse

1895 - 1918 : Ordentlicher Professor in Straßburg

15. Feb. 1897 : Erste Amerikareise, Demonstration der Braunschen Röhre in Toronto beim 3. Kongress der "British Assosiation for the Advancement of Science", Reise zur Westküste bis nach Vancouver

Nov. 1897 : Drahtlose Telegrafieversuche durch Erde und Wasser
an der Univeristät Strassburg

20. Sept. 1898 : Erste Vorführung des Braunschen Senders in Straßburg

14. Okt. 1898 : "Braunscher Sender" als Patent registriert

1898 : Ferdinand Braun erhält einen Ruf nach Leipzig, den er ablehnt

15. Dez. 1898 : "Funkentelegraphie GmbH" in Köln gegründet durch Schokoladenfabrikant Ludwig Stollwerk

1899 - 1900 : Funkversuche in Cuxhaven

7. Juli 1899 : "Telebraun" in Hamburg gegründet

1899 : Kristalldetektor, Energieschaltung, Rückkopplungsschaltung

1900 : Sahara Reise

24. Sept. 1900 : Erste Funkverbindung Helgoland-Cuxhaven über 62 km

16. Nov. 1900 : Erster öffentlicher Vortrag über die drahtlose Telegrafie

Dez. 1900 : "Braun-Siemens"-Gesellschaft in Berlin gegründet

1901 - 1906 : Richtfunkversuche auf dem Exerzierplatz Polygon bei Strassburg

1901 - 1914 : Theoretische Entwicklung der Hochfrequenzphysik in Straßburg, "Braunsche Schule"

1902 : Wissenschaftler stellen sich im Streit mit Slaby in Karlsbad hinter Braun

April 1903 : Kaiser Willhelm II. wünscht Einigung in der drahtlosen Telegrafe

27. Mai 1903 "Telefunken" in Berlin gegründet

1903 - 1905 : Nachweis der Wesensgleichheit des Lichts und elektromagnetischer Wellen; Gitterversuche

16. Feb. 1905 : Vortrag vor Kaiser Wilhelm II. in Berlin

1905 : Ruf nach Berlin abgelehnt

1905 / 1906 : Rektor der Universität Straßburg

Jan. 1906 : Operation wegen Darmkrebs in Freiburg

1905 - 1905 : Albert Schweizer Student bei Ferdinand Braun

10. Dez. 1909 : Nobelpreisverleihung in Stockholm

1911 : Errichtung der drahtlosen Funkstation Sayville / USA

1913 : Erfindung der Rahmenantenne vollendet

Sept. 1913 : Klassische Italienreise

April 1914 : Versuche mit dem Grafen Zeppelin am Bodensee

--- 31. Juli 1914 : Ausbruch des 1. Weltkriegs ---


17. Dez. 1914 : Zweite Amerikareise
Braun, Zenneck und Haushälterin Babette Gütle, reisen mit dem Schiff über Norwegen nach New York um dort seine Interessen bei Patentstreitigkeiten mit den Marconi Gesellschaften zu vertreten. Die Verfahren ziehen sich hin und finden letzlich nicht statt

Jan. 1915 : Ehrung durch das "Institute of Radio Engineers" in New York

1916 / 1917 : "Physics for woman"

1917 : Ehrendoktor der Universität Wien

17. Sept. 1917 : Ehefrau Amélie gestorben

20. April 1918 : F. Braun in Brooklin verstorben

Braun war auch ein begabter Künstler. Wenn es die Zeit erlaubte fertigte er auf seinen Reisen Aquarelle an: "Hamburger Lombardsbrücke"

Prof. F. Braun 1897, Quelle: Dr. Klaus Stadler, Üsslingen, Schweiz

 

 

 

 

 


Funkstation auf Helgoland
Bargmann - Braun - unbk.


Leuchtturm 'An der Alten Liebe'
Cuxhaven 1900

 


Nobel Medaille 1909


Am Bodensee bei Graf Zeppelin


Braun mit Hund Leo


Universität Strassburg


Im Hörsaal:
Zenneck - Braun - Cantor

 

   


Quelle: F. Kurylo, Leben und Wirken des Physikers F. Braun, Moos Verlag München, 1965
Entwurf: K. Kuhnt, DF3GU (1999); Satz: J. Gerpott, DL8HCI (2010)