Im Frühjahr 1899 kommt Prof. Braun nach Cuxhaven um die
Modalitäten seiner Funkversuche an der See mit den örtlichen
Behörden zu klären. Die Bedenken wegen der möglichen Störungen der
Magnetkompasse der Schiffe durch die Funkwellen, kann
Prof. Braun ausräumen.
Die erste Sendestation wird am Leuchtturm an der 'Alten Liebe' errichtet.
Die Empfangsstation wird in Richtung der Elbemündung in immer größerer
Entfernung plaziert.
Zunächst werden nur kurze Entfernungen von wenigen hundert Metern
überbrückt und auch ohne Empfangsgeräte sind die Knallgeräusche des
Senders über die noch kurzen Entfernungen deutlich zu hören.
Die Passanten, die interessiert zusehen geben
entsprechende Kommentare ab.
Prof. Braun hatte an der Universität Straßburg vorher bereits Entfernungen
von rund 40 Kilometern überbrückt.
Die Umweltverhältnisse an der See waren jedoch erheblich schwieriger, weil der
oft stärkere Wind eine zu hohe Belastung für die gespannten Drähte war.
Im Sommer 1899 kommt Jonathan Zenneck nach Cuxhaven und führt die Versuche vor
Ort fort. Bis zum Herbst 1900 bleibt er in Cuxhaven.
Im Laufe der Versuche wird später die Sendestation zur Kugelbake in Döse verlegt.
Nachdem eine Sturmflut fast die gesamte Ausrüstung weggerissen hatte, wird die
Funkstation in luftiger Höhe an Ketten an der Kugelbake plaziert.
Neben den Stationen an Land kommt ab dem Herbst das Seebäderschiff Silvana der
Nordseelinien auf seinen Fahrten nach Helgoland als Versuchsplatform zum Einsatz.
Die Geräte und Verfahren werden soweit verbessert, bis eine dauerhafte Signalisierung
zwischen Cuxhaven und Helgoland möglich wird.
Am 24. September 1900 ist Prof. Braun auf Helgoland zugegen, als die Funkstrecke
eingeweiht wird. Aufgefordert einen Grußtext zu verfassen formuliert er den im
Telegramm verfassten Text:
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In the spring of 1899 Prof. Braun came to Cuxhaven to discuss his
proposed wireless tests with the authorities. There were misgivings
concerning possible interference with passing-by ship's magnetic
compasses. After Prof. Braun had cleared matters the tests commenced
at last.
The first transmitting site was errected close to the lighthouse at
the 'Alte Liebe'. The receiving apparatus were placed along the Elbe
river in ever increasing distances from the lighthouse.
At the beginng only short distances of some hundred meters were
bridged, and even without a receiver one could hear the noise of the
spark transmitters. By-passing onlookers humorously commented on the
activities.
Prof. Braun had covered distances of about 40 km before, when testing
his equipment at the University of Straßburg.
The Cuxhaven seaside environment complicated the issue, mainly
because of the stronger winds which put more strain on the antenna
wires.
From summer 1899 until autumn 1900 Jonathan Zenneck came to
Cuxhaven and proceeded with the tests.
Meanwhile the transmitting station was moved to the Kugelbake in
Döse. During a very high tide nearly the whole equipment was
taken by the sea. A new station was erected at the same place, but
this time well above the ground.
In addition to shoreside stations, autumn 1899 saw the installation
of radio equipment on board the Nordsee Linien owned ferry liner
"Silvana" plying between Cuxhaven and Helgoland.
The equipment and the methods of use underwent continuous
improvement, so that by now a permanent contact was possible between
ship and shore. An aditional radio shack was erected on the island of
Heligoland.
On 24th September 1900 Prof. Braun was on Helgoland for the
inauguration of the permanent radio link to Cuxhaven. Asked for a
special message for this occasion he sent the depicted 'Telegram'.
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